"Vertrauen ist gut - Kontrolle ist besser" oder "Ist auch wirklich Bio drin wo Bio drauf steht" sind zwei beliebte Aussagen, die immer wieder zu hören sind.
Dabei ist die Entwicklung der Kontrollen auch ein schönes Beispiel, wie sich der ökologische Landbau entwickelt hat.
Der Beginn des ökologischen Landbaus war gekennzeichnet durch den Zusammenschluß von landwirtschaftlichen Betrieben in Anbauverbänden. Hier gaben sich die Bauern, unterstützt von nur wenigen Wissenschaftlern, die Richtlinien, nach denen sie sich im Anbau richten mußten.
Um ihre Erzeugnisse im Verkauf von anderen unterscheidbar zu machen, vergaben die Anbauverbände ein Warenzeichen, unter dem die jeweiligen Produkte verkauft werden durften. Die bekanntesten waren am Anfang Bioland und Demeter, später kamen Naturland, Eco Vin für den Weinbau und nach der deutschen Wiedervereinigung GÄA und Biopark hinzu.
Durch die rasante Entwicklung des ökologischen Anbaus in ganz Europa wurde es notwendig, europaweit zu definieren, was denn "BIO" ist.
Zur besseren Kennzeichnung wurde das Bio-Siegel EG-weit eingeführt.
Es steht für ein Produkt,
Die genauen Richlinien für Bioprodukte füllen viele Seiten und sind in der EG Richtlinie 2092/91 erfaßt.
Viele bundesdeutschen Anbauverbände sind bis heute bei ihren in einigen Bereichen strengeren Anbaurichtlinien geblieben.
Die EG-Verordnung führte zur Gründung von staatlich anerkannten Kontrollstellen, die seither nicht nur Anbau und Produktion kontrollieren, sondern den gesamten Betriebsablauf mit Bilanzen aller eingesetzten Waren und deren Verkauf.
Diesen Kontrollen unterliegen auch die weiterverarbeitenden Betrieb wie Bäcker, Molkereien, Brotaufstrichherstellern etc. und ebenso der Groß- und Einzelhandel.
Das Resultat:

